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öffneten. Da sich die Regulierung der zwei Vergaser sehr schwierig gestaltete und der Motor sich ständig verschluckte entwickelte Apfelbeck eine Register- betätigung der Vergaser. Getestet wurde auf einer 600m langen Versuchsstrecke bei Peggau bis sich der gewünschte Erfolg einstellte und Apfelbeck das ganze im Renneinsatz ausprobieren wollte. Der Motor wurde in ein Sandbahnfahrgestell eingebaut mit dem der junge Grazer Bahnfahrer Altenburger an einen Rennen auf der 1200m Bahn in Kriau am Wiener Prater teilnahm, welches er trotz Schaltschwie-
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rigkeiten überlegen gewann. Nun war der Name Apfelbeck zumindest schon in der Bahnsportwelt ein Begriff und der Tüftler meldete seine Ventilanordnung auf eigene Kosten zum Patent an. Mit diesem Patent in der Tasche wurde Apfelbeck bei der Industrie u.a. bei Daimler-Benz in Stuttgart oder NSU in Neckarsulm vorstellig die aber seinen Gedanken nicht folgen konnten und ablehnten. Im Oktober 1939 fing er schliesslich in der Motorenabteilung von BMW an, wurde aber mit Beginn des Krieges als Prüfstandsingenieur für Flugmotoren zur Berliner BMW-Zweigstelle versetzt.
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Nach dem Krieg war auch Ludwig Apfelbeck recht mittellos so das ihm das Angebot des Welser Marmela- denfabrikanten Horst Bartenstein, für ihm zwei Motoren zu bauen, sehr gelegen kam. Er baute für Bartenstein einen konventionellen Zweiventiler mit 250 ccm und Zündapp Zylinderkopf und einen 250er JAP mit neu konstruierten Vierventilzylinderkopf mit zwei Ver- gasern der aus vollem Material gefräst wurde. Danach konstruierte Apfelbeck für den Grazer Bahnfahrer Max Braun- stein eine sehr interessante 125 ccm Bahnrennmaschine die mit vollradialen Vierventilzylinderkopf versehen war und mittels einer über Königswelle ange- triebenen Nockenscheibe die Ventile betätigte. Die Nockenscheibe saß auf einer hohlen Welle durch die man die Zündkerze erreichte. Dieser Motor drehte
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bereits damals 12000 Umdrehungen in der Minute und war unter Braunstein und später auch unter Franz Albert fast unschlagbar, aber nur wenn der Motor durchhielt .
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1952 baute Ludwig Apfelbeck eine ganze Kleinserie von 500ccm Bahnmotoren für die bekannten Brüder Karl und Leopold Killmeyer aus Wien. Dieser Motor hatte vier diametral angeordnete Ventile die über Stossstangen betätigt wurden sowie zwei Vergaser und zwei Auspuffe. Der mit Methanol betriebene Motor hatte eine Bohrung von 80 mm und einen Hub von 99 mm und gab bei einer Drehzahl von 9000 Umdrehungen pro Minute eine Leistung von 55 PS ab. Die Brüder Killmeyer waren mit diesem Motor sehr erfolgreich und fuhren nicht weniger als 240 Siege damit ein. Der ältere der Brüder, Poldi Killmeyer ,der bereits vor dem zweiten Weltkrieg dreimal Vizeweltmeister wurde und auch nach dem Krieg weiter erfolgreich war ( u.a. mehrmals Staats,- und Europameister), hatte nicht nur wegen seiner Erfolge sondern auch wegen seines gewinnenden Wesens in ganz Europa einen hohen Bekanntheitsgrad und verhalf so auch seinen Tuner Ludwig Apfelbeck zu großer Anerkennung. So wurde auch die deutsche Firma Horex auf den Grazer Aufmerksam und engagierte ihm als Versuchsleiter wo er zwar vielseitig eingesetzt wurde, aber bei seinen Konstruktionen ständig in den Schranken verwiesen wurde weil der Hersteller großen Wert auf Seriennähe legte. So entstand ein 350 ccm Twin mit 2 Ventilen pro Zylinder der zumindest beim Nockenantrieb die Handschrift Apfelbecks trägt.
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Der Vierventil Diametral Apfelbeck Motor der Gebrüder Killmeyer in Einzelteilen.
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Gefahren wurde die Maschine unter anderen von Erwin Lechner aus Salzburg, der es in seiner Karriere zu sieben Nationalen Meistertiteln brachte. Als nach einigen Meistertiteln 1957 das Interesse von KTM am Rennsport nach lies, ging Apfelbeck wieder zurück zu BMW nach München. Dort übernahm er den Posten des Versuchsleiters und war maßgeblich an der Entwicklung des 700er BMW beteiligt. Im Endstadium seiner Entwicklung brachte es der Zweizylinder Boxermotor mit Königswelle und 850 ccm in der Rennausführung auf stolze 94 PS bei 9000 U/min. Unter anderen kam der Motor unter Hans Stuck senior zu Meisterehren.
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Von Apfelbeck umgebauter BMW Stoß- stangenmotor der R69, dem Apfelbeck nadel- gelagerte Rollenstößel verpasste. Durch neue Zylinderköpfe mit asymmetrischen Ventilwinkeln und großen Ansaugkanälen für 38er Vergaser konnte die Leistung des 600 ccm Motors auf 65 PS gesteigert werden. Ein solcher Motor wurde im Gespann eingesetzt und gewann sogar die Nationale Jugoslawische Meisterschaft.
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Trotz seines Engagements bei BMW fand Ludwig Apfelbeck immer wieder Zeit um zusammen mit technisch versierten Bahn und Strassenrennfahrern interessante Motorumbauten und Neuentwicklungen zu kreieren.
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Teilbare Apfelbeck Kurbelwelle
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Im Gegensatz zu Serien- motoren, sind Kurbelwellen von Racingmotoren teilbar ausgeführt. Dies ist notwen- dig weil Racingpleuel wegen der hohen Drehzahlen stets mit Rollenlagern versehen sind die einen sehr präzise gearbeiteten Kurbelzapfen verlangen. Die Kurbelwan- gen dienen hier gleichzeitig als Schwungscheiben bei de- nen das Gegengewicht durch Aussparungen oder gebohr- ten Löchern hergestellt wird.
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Für die Verbindung des Kurbelzapfens mit den Schwungscheiben wählte Apfelbeck hier das Klemmverfahren. Der Zylindrische Kur belzapfen wird hier unter leichten Pressitz in die Bohrungen der Kurbelwangen eingepaßt. Die Bohrungen sind nach oben hin mit Schlitzen versehen, die mittels einer Zugschraube zusammengepresst werden und dadurch den Kurbelzapfen fest umschliessen.
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Dieser Bericht ist ein Ausschnitt aus dem Leben und Wirken des findigen Ingenieurs Ludwig Apfelbecks und den Leuten die ihm halfen und seine Motoren erfolgreich im Renneinsatz bewegten. Man könnte noch viel mehr über den Grazer berichten, jedoch soll hier hauptsächlich über die Motoren berichtet werden die auch im Bahnsport eingesetzt wurden. Ludwig Apfelbeck hat über seine Ideen ein Buch mit den Titel “Wege zum Hochleistungs Viertaktmotor” geschrieben, in dem er dem interessierten Motorentuner ziemlich genaue Anleitungen zeigt wie Zylinderköpfe, Nockenwellen usw. berechnet und in Eigenregie hergestellt werden können. Ludwig Apfelbeck starb im März 1987 in seiner Heimatstadt Graz.
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Ich danke Bennie Ludolphy und allen anderen die mit Text und Fotomaterial zu diesen Bericht beigetragen haben.
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