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JOLI-Motor mit Bronze-Zylinderkopf und vier Stehbolzen
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Der Tscheche Josef Linhart stellte in den Jahren 1947 bis 1950, in seiner Firma, in Branik, in der Nähe von Prag , Kopien des JAP-Speedwaymotors her und Vertrieb diese unter den Namen JOLI. Dieser Motor war mit drei verschiedenen Zylinderköpfen erhältlich, wobei zwei aus Bronze und einer aus Gusseisen bestand. Der Unterschied bei den beiden Bronzeköpfen bestand darin, das einer mit vier und der andere mit fünf Stehbolzen befestigt wurde, wobei der Hub beim Kopf mit fünf Bolzen 100 mm betrug. Das Motorgehäuse wurde nicht wie beim JAP aus Magnesium gefertigt, sondern aus einer Aluminium-Silizium Legierung, weshalb Linhart seine Kopien auch billiger anbieten konnte. Im Jahre 1950 bekam er sehr viel Ärger mit den kommunistischen Machthabern, weil er seine Motoren auch ins Ausland (England, Schweden usw.) verkaufte ohne diese Deviseneinnahmen der Außenhandelsbehörde
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MOTOKOV mitzuteilen. Er soll deshalb sogar kurze Zeit inhaftiert gewesen sein. Später stieg der ebenfalls aus der Nähe von Prag stammende Jaroslav Simandl mit in die Firma ein. Nachdem Linhart und Simandl einige Zeit gemeinsam Motoren produziert hatten, kaufte Simandl alle Restbestände von JOLI auf und produzierte den Motor noch zwei weitere Jahre unter den Namen ESO.
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Jaroslav Simandl war in den dreißiger Jahren gleich in mehreren
Geländesportarten aktiv unterwegs und auch während des Krieges nicht ganz untätig. Da nach dem Krieg die Tschechische Motorradproduktion danieder lag, mußten die Geländefahrer auf britische Agregate zurückgreifen. Als Simandl und sein Kumpel, Vaclav Stanislav, im Jahre 1949 auf der Rückfahrt von den Six-Days in Großbritanien waren, kauften sie unterwegs in England und Frankreich, Jap Kurbelwellen und Pleuelstangen. Wieder Zuhause, kaufte Simandl die Rechte und sämtliche Ersatzteile der Firma JOLI, die von Josef Linhart gegründet wurde und JAP-Kopien herstellte. Aus den Ersatzteilen baute Simandl insgesamt acht Maschinen, die in der Tschechoslowakei so viel Aufsehen erregten, das die Außenhandels Organisation MOTOKOV, Simandl drängte weitere Maschinen zu bauen und einige Exemplare, zwecks besserer Vermarktung, zur Motorradausstellung nach Schweden zu schicken. Simandl war von dem Vorschlag nicht sehr begeistert, weil er befürchtete, das die Schweden eher zum Orginal als zur Kopie greifen würden.
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Also entwickelte er 1952 einen eigenen Einzylinder Kurzhub-Motor, der besser als der immerhin schon 20 Jahre alte JAP-Motor sein sollte. Dieser Motor wurde in eine Strassenrennmaschine eingebaut mit der Simandl- Sohn Jiri dann Rennen bestritt. Da der Motor eine Leistung von 45 PS hatte, erhielt er die Bezeichnung ESO-S 45. Der, mit Benzin betriebene, S 45 verkaufte sich so gut, das die Firma in ihrer Glanzzeit 18 beschäftigte hatte. Der ESO-Motor wurde auch bei Bahnfahrern immer beliebter, zumal er dem britischen JAP überlegen war. Anfang der fünfziger Jahre wurde die Firma verstaatlicht um im Jahre 1964 dem Jawa-Werk zugeordnet zu werden. So hatten auch die ersten, unter JAWA produzierten, Bahnmotoren noch die Bezeichnung S 45.
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