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Der Wiener Michael Gayer war in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts einer der am meisten frequentierten Tuner für Privatfahrer aus dem In-und Ausland.Der 1902 geborene Österreicher begann seine Rennfahrerkarriere als 20jähriger und bestritt alle Motorradsportarten auf Gras,Sand, Asche,Strasse sowie Bergrennen.Außerdem nahm er an Geschwindigkeitswettbewerben über den “fliegenden Kilometer” teil.Dazu hatte er einen speziellen Alkoholsprit entwickelt, der schon bald bei vielen anderen Rennfahrern als Geheimtip gehandelt wurde.Seine ersten Rennen bestritt Gayer auf einer 211ccm-Zweitakt Zündapp,wechselte aber schon bald auf eine französische Alcyon mit 175 ccm, wozu er später noch eine belgische 500er o.h.v -Sarolea erwarb.
 Keine dieser Maschinen blieb natürlich im Orginalzustand sondern wurden vom Tüftler Michael Gayer ständig verbessert, wobei sein Hauptaugenmerk der Zuver- lässigkeit im harten Renn- alltag galt, weshalb ein Ausfall wegen technischer Probleme bei Gayer so gut wie nie vorkam. Seine größten Erfolge erzielte Gayer aber auf einer englischen 350 ccm o.h.v.Marchant-Chater-Lea mit Königs- welle und Tellernocken Dieser 1925 von Ex- Rennfahrer und Techniker Dougal Marchant und Chefkonstrukteur Woodmann gemeinsam entwickelte Motor hatte ein recht ungewöh nliches Verfahren zur Ventilsteuerung.Die über eine Königswelle angetriebenen Tellernocken (Zeichnung oben rechts) bestanden aus zwei aus der Oberfläche von zwei Scheiben herausgearbeiteten Erhöhungen, die am Ende der Welle übereinander angeordnet waren. Die Enden der Kipphebel bildeten drehbare Scheiben.Da die Königswelle in Wirklichkeit die Funktion der Nockenwelleerfüllte, kann aber nicht von einen echten Motor mit nur einer Nockenwelle gesprochen werden. .
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