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Bereits 1984 beschäftigten sich einige Fahrer und Tuner mit Einbau-Winkeln zu Amal Vergasern; HSM erkannte auch das Thema, aber der Dellorto und das von Datzmann eingeführte Seitenkammersystem, wurde von den meisten Fahrern bevorzugt. Beim Seitenkammer – System wird das Leerlauf-, und Teillast-,System stillgelegt, die zum Überlauf führenden Bohrungen verschlossen, eine Schwimmerkammer links seitlich am Vergaser angebracht und von dieser aus Düsenstock und Hauptdüse mittels Gummischlauch versorgt.
Paul Himmelsbach (HPK) aus Kippenheim bei Lahr war der erste der Dellortos mit Zentralkammer für liegend und in Serie gebaut hat!!!! Es muß das Jahr 1988 od. 89 gewesen sein (93 hat Wigg dann das neuere System nachbauen lassen). Paul und ich diskutierten nach dem Rennen in Herxheim, bei einem Schorle, über die Problematik der Dellorto mit Seitenkammern, die ja Paul bis zu diesem Zeitpunkt auch gebaut hat. Dieses System fand ich nicht für ausreichend, da mit jeder Seitenneigung und Niveau - Änderung eines „Gespanns“ das Kammer- und Schwimmer- niveau kontrolliert und eingestellt werden musste. Ausserdem arbeitete dieses System nur Optimal bei geringer Niveau – Überhöhung (kritisch wegen Ölfilmriss). Ich sagte Paul; ich hab bei Datzmann- Junior im Sommer 85 bereits einen Dellorto mit „Bing“ Zentralkammer gesehen. Der Datzmann Michel hat nach Aufhören seines Sohnes damit nicht mehr weitergemacht. Datzmann hat immer Bing – Kammern bevorzugt, wegen dem damals besseren Schwimmerventil, der besseren Regulierung und der grösseren Kraftstoffmenge in der Kammer. Paule aus Kippenheim ließen meine Argumente nicht in Ruhe und er bastelte. Jürgen Michl war einer der ersten, der einen solchen Vergaser (bereits im Winter 88 – 89?) bekam.
Bei den ersten Modellen HPK Carb waren jedoch die (Dellorto) Kammern um 180° konstruktiv verkehrt eingebaut! Das haben wenig Leute registriert ; ich entdeckte den „Mangel“ und ließ mir erneut nach „meinen“ Wünschen von Paul einen machen. So ging der Wandel der Konstruktionen bis 1992. G.Scheunemann , Kunert, Murmann und noch einige, haben meine damaligen Carbs getestet. Simon Wigg war auch unter den Testern! Er hat in Berghaupten den Vergaser (bittend wegen Motortests) mitgenommen und mir diesen dann in Pfarrkirchen „zerlegt“ zurückgegeben; den Grund sah ich im Jahr darauf, als ich tolle Kopien aus Holland sah. Es gab jedoch auch zahlreiche andere Kopisten!. Dieser Standard blieb dann bis ca. 94 und wurde dann von A. Nischler (er lehnte den HPK ab) verbessert oder ersetzt mit dem Dellorto-Bellini!. Erst dann, im Herbst 94, kam während des Rennens in Berghaupten, Bernd Zapf zu mir und wir hatten eine lange Diskussion, denn er wollte Vergaser bauen auf der Basis eines Halbrund– Schiebers. Grundlage sollte das Dellorto – Gehäuse sein. BZ glaubte, (wie damals viele andere), ein Flachschieber sei für Methanolbetrieb nicht geeignet. Ich überzeugte ihn von seinem „Irrtum“, denn auch ich hatte bereits 1980 und 81 Flachschieber (Konstruktion Stehend) getestet. Es handelte sich um die Modelle „Leg Gardner“ und „Lectron“ aus den USA, für Flattrack und Superbike. Die Vergaser waren sicher gut, nur ich nicht , vor allem, zwischen Daumen und Zeigefinger. BZ kaufte Vergaser „Fachliteratur“, setzte sich hin, studierte diese und Kataloge mit Marktangeboten. Im Jahr darauf, war zum Frühjahrstraining in Herxheim, für die erste Kleinserie BZ - Vergaser Premiere .( fünf Stück numeriert) ! Und weil das neue „Laydown“ von JAWA, besser mit BZ funktionierte, mußte Bernd fleißig arbeiten! Der Erfolg des Flachschiebers war so durchschlagend, daß es ein Jahr später bereits die erste „Kopie“ gab (aus Holland). Mittlerweile sind es ca. fünf Kopien, und jedes Jahr verkauft BZ oder ich ungefähr fünf bis zehn BZ - Modelle an Leute (meist Profis) die mit einer Kopie nicht zufrieden waren!
Dies zu Vergasern! E.M.
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